Stadtgemüse: Ein integratives Farmprojekt

Auf einer ungenutzten Freifläche in der Hamburger Innenstadt entsteht seit März 2018 ein offener Gemüsegarten. Das generationenübergeifende Projekt will die nachbarschaftliche Gemeinschaft fördern sowie den Austausch zwischen Geflüchteten und Einheimischen stärken.

Stadtgemüse: Ein integratives Farmingprojekt der Stiftung WAS TUN!

Urban Farming ist ein Trend, der gerade in Großstädten überall auf der Welt immer mehr Nachahmer findet, in Hamburg allerdings noch ein Nischendasein führt. Unsere Idee, Farming mit sozialen und integrativen Aspekten zu verbinden, will die nachbarliche Gemeinschaft stärken. Mit dem Pilotprojekt hoffen wir, viele Nachahmer zu finden und eine tolle Chance zu bieten, Flüchtlinge zur Mitarbeit in unserer Gesellschaft zu motivieren. Viele Menschen aus Syrien oder Afghanistan haben bis zur Flucht ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdient. Wir wollen mit unserem Projekt eine Brücke schlagen, Menschen ermöglichen, ihre Kompetenzen einzubringen, ihr Wissen zu teilen, durch gemeinsames Tun ein besseres Verständnis füreinander zu gewinnen, voneinander zu lernen und zu profitieren.

Um dem Projekt in der Nachbarschaft mehr Bekanntheit zu geben und diese für das Thema Mülltrennung zu sensibilisieren, wird parallel ein Kompostprojekt angelegt: So kann aus eigener Kraft Humuserde für die Hochbeete produziert werden. Für die Umsetzung dieses Projektes hat die Stiftung WAS TUN! einen Kostenplan erstellt und viele Gespräche mit Gespräche mit privaten Grundstückseigentümern, der Behörde für Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg und der für Flüchtlingsunterkünfte zuständigen Dachgesellschaft f&w fördern & wohnen über mögliche Standorte geführt. Schlussendlich wurde der Standort Hafencity gewählt, wo wir seit Anfang März 2018 unsere Beete Pflegen. Unser Garten befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Flüchtlingsunterkünften.

Aufbau der Beete

Anfang Marz 2018 begannen wir mit dem Aufbau des Gartens. Die Hochbeete wurden eigenhändig aus gewöhnlichen Europaletten gezimmert. Zu einem Würfel zusammengeschraubt, ergeben sie das optimale Hochbeet. Tatkräftige Unterstützung bekamen wir von einigen Bewohnern der anliegenden Flüchtlingsunterkunft. „Vor allem die Kleinsten hatten großen Spaß beim Handwerken“, erzählt Oscar. Nun stehen alle Beete bereit für die Aussaat, die in Kürze beginnen wird.

Kostenplan für „Stadtgemüse“

Eine Pacht zwischen 2-5 Jahren wäre ideal. Der Gemüseanbau in Hochbeeten ist jedoch recht flexibel und nicht langfristig an einen Standort gebunden. Idealerweise würde die Freie und Hansestadt Hamburg als Partner Flächen bereitstellen, um die Mietkosten möglichst gering halten zu können. Momentan sind die Kosten für Infrastruktur (Hochbeete, Gartenerde, Werkzeug, Saatgut, Bezäunung etc.) auf ca. 20.000 € kalkuliert. Um eine erfolgreiche Umsetzung zu garantieren, wird zu Beginn jeden Jahres mit einem professionellen Gärtner ein Ablaufplan festgelegt. Zwei Personen auf Mini-Job-Basis sind dann verantwortlich für die Durchführung und Anleitung vor Ort (2x 450 €/Monat = 10.800 € /Jahr). Hinzu kommen die bei der Stiftung WAS TUN! anfallenden Handlungs- und Kommunikationskosten (u.a. für Infomaterial, Betreuung von Website und sozialen Medien) in Höhe von ca. 3.000 €. Die Gesamtkosten für das erste Jahr belaufen sich entsprechend auf ca. 34.000 €.

Angestrebt wird, die laufenden Fixkosten durch den Verkauf der Ernte auf einem Wochenmarkt oder direkt von der Farm zu decken, so dass nach Aufbau der Infrastruktur keine weitere Finanzierung gebraucht wird. In einer Übergangsphase soll zur Hälfte output orientiert gearbeitet werden. Bei den anderen 50% der Beete wird das Schichtenmodell eines typischen Hochbeetes Anwendung finden. In einem 5-Jahreszyklus, der pro Jahr an eine spezifische Pflanzenfolge gebunden ist, kompostiert sich der Schichtenaufbau des Beetes über die Zeit selbst. Es bietet sich an, die Beete auch zur Umweltbildung für Schulklassen zu nutzen.


Das Projekt im Überblick
Inhalt: Urban Farming als ökologisch wertvolles und integratives Nachbarschaftsprojekt in Hamburg
Zeitplan: Pilotjahr 2018
Kostenrahmen: ca. 34.000 €

Helfen Sie uns, das integrative Pilotprojekt STADTGEMÜSE zu realisieren!
Ihre Spende ist herzlich willkommen. Als gemeinnützige Stiftung stellen wir Ihnen gerne eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung aus. Wie Sie STADTGEMÜSE unterstützen können, erfahren Sie hier.

Ihre Ansprechpartner für die Stiftung WAS TUN!
Dr. Andreas Pense, a.pense[at]wastun.net, Tel. 0172-4110399
Lars Warrelmann, l.warrelmann[at]wastun.net, Tel. 0172-4161601
Projektleiter: Oscar Jessen, oscar.jessen[at]posteo.de, Tel. 0172-6144261

So finden Sie uns

Unser Stadtgarten befindet sich direkt gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in der Kirchenpauerstraße im Baakenhafen. Nahegelegene Haltestellen sind die Halltestelle´“Baakenhöft“ der Buslinie 111  oder die Station „HafenCity Universität“ der U4.