Hex House bereichert HafenCity

  • September 10th, 2018
  • Stadtgemüse
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  • Daniela Höpfner

Direkt neben unserem Projekt STADTGEMÜSE wurde das so genannte Hex House eröffnet, das die Flüchtlingshilfe HafenCity e.V. von nun an als Begegnungsstätte nutzt. Das sechseckige Gebäude wurde von der Non-Profit-Organisation „Architects For Society“ entworfen. Ein tolles Beispiel dafür, dass jeder seine Fähigkeiten einsetzen und etwas tun kann!

Architekt Stephan Wedrich ist Mitbegründer von „Architects For Society“

Die Konzeption und Erbauung der Elbphilharmonie oder anderer großer Prestigeobjekte ist wohl der Traum aller Architekten. Amro Sallam und Stephan Wedrich war das aber nicht genug. Mit Blick auf die geopolitische Lage, wollten die renommierten Architekten sich mit ihrem Können und Erfahrungen engagieren und gründeten im September 2017 „Architects For Society“.

Ein Ziel dieser Non-Profit-Organisation ist es, ein Haus zu entwerfen, das wenig kostet, transportabel ist, schnell auf-, ab- und wieder aufzubauen ist und dennoch mit Qualitätsanspruch als Zuhause auf Zeit fungieren kann. Solch ein Haus soll Menschen helfen, die ihr Zuhause durch Krieg oder Umweltkatastrophen verloren haben und die schnell Hilfe benötigen.

Entstanden ist das Hex House (Hex = griechisch für Sechs), konzipiert in modularer Holzrahmenbauweise, dessen Montage und Demontage mit einem sehr kleinen Werkzeugset möglich sind. Es funktioniert auf Basis eines einfach montierten Baukastensystems mit Fertigteilelementen, was die Kosten erhebliche senkt –  und zwar ohne Qualitätseinbußen. Der 1. Prototyp des Projektes wurde in den USA realisiert und im Rahmen des „Nobel Peace Prize Forums“ in Minneapolis, USA ausgestellt.

Mittlerweile wurde das Konzept für temporären Wohnraum mehrfach ausgezeichnet. Das Haus in der HafenCity ist weltweit der 3. Prototyp und der erste, der im Alltag eingesetzt wird. „Wir freuen uns, dass
unser Haus hier in der HafenCity zum Einsatz kommt und so freudig aufgenommen wird. Unser Ziel ist, den Prototyp noch weiter zu entwickeln, so dass wir in Produktion gehen können und den Preis pro Haus auf 40.000 Euro senken können. Denn wir sehen weltweit einen hohen Bedarf und viele Einsatzmöglichkeiten für unser Hex House“, sagt Stephan Wedrich von „Architects For Society“.

Innerhalb von drei Tagen hat ein kleines Team das sechseckige Haus auf dem Gretchen-Wohlwill-Platz neben unserem Projekt STADTGEMÜSE gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in der Kirchenpauerstraße  aufgebaut. Trotz der denkbar einfachen Handhabung ist es ein Biohaus mit hohem Qualitätsstandard und einem guten Wohnklima. Die Flüchtlingshilfe HafenCity e.V. nutzt es künftig als Begegnungsstätte und als Ort für Deutsch- und Computerkurse, Kinderbetreuung und gemeinsame Aktivitäten.

Ein tolles Beispiel, was bewirkt werden kann, wenn Menschen ihre Fähigkeiten einsetzen, sich engagieren und WAS TUN!

 

 

Das Entstehen in Bildern.

 

 

 

 

 

Die Grundlage des sechseckigen Hex Houses: links daneben unsere Hochbeete von STADTGEMÜSE, im Hintergrund die Flüchtlingsunterkunft.

 

 

 

 

Die Montage ist mit sehr kleinem Werkzeugset und kleinem Team möglich.

 

 

 

 

Das Hex House basiert auf einem Baukastensystems mit Fertigteilelementen.

 

 

 

 

 

 

Nach nur drei Tagen stand das Hex House bereits.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Einweihung erfolgte feierlich inklusive Richtkrone und Richtspruch der engagierten Zimmerleute.

 

 

 

 

 

Zur feierlichen Eröffnung las der bekannte deutsch-türkische Schauspieler Adnan Maral aus seinem Buch „Mein Deutschland heißt Almanya“. Begleitet wurde er dabei musikalisch von Peer Dreyer.

 

 

 

Das Hex House ist ein Biohaus mit hohem Qualitätsstandard und einem guten Wohnklima zum Wohlfühlen. Die Flüchtlingshilfe HafenCity e.V. nutzt es künftig als Begegnungsstätte und als Ort für Deutsch- und Computerkurse, Kinderbetreuung und gemeinsame Aktivitäten.

 

 

 

Engagieren auch Sie sich!

Bei unserem Projekt STADTGEMÜSE sind helfende Hände und Garteninteressierte immer willkommen! Oscar ist jeden Dienstag von 15.30 bis 18.00 Uhr vor Ort und freut sich auf Ihren Besuch!

Unser Garten befindet sich in der Hafencity direkt gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in der Kirchenpauerstraße. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie uns mit der Buslinie 111, diese hält an der nahe gelegenen Haltestelle „Baakenhöft“ oder mit der U4, hier nehmen Sie die Haltestelle „HafenCity Universität“.

Wer sich nicht vor Ort engagieren möchte oder kann, der kann uns in Form einer „Beetpatenschaft“ finanziell unter die Arme greifen. Als Beetpate übernehmen Sie die Materialkosten für ein Hochbeet, die bei 100 Euro liegen.

Wer Interesse an einer Beetpatenschaft hat, meldet sich gerne bei unserem STADTGEMÜSE-Projektleiter Oscar Jessen: oscar.jessen[at]posteo.de, Tel. 0172-6144261

Ihre Ansprechpartner bei der Stiftung WAS TUN!
Dr. Andreas Pense, a.pense[at]wastun.net, Tel. 0172-4110399
Lars Warrelmann, l.warrelmann[at]wastun.net, Tel. 0172-4161601

 

 

 

 

Daniela Höpfner

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