Linda unterstützt die Kochaktion beim WAS TUN-Projekt STADTGEMÜSE

Kochaktion bei STADTGEMÜSE

  • Februar 15th, 2019
  • Stadtgemüse
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  • Daniela Höpfner

In den Wintermonaten ruhen zwar die Hochbeete bei unserem Projekt STADTGEMÜSE, jedoch nicht die Gruppe, die sich um das Projekt herum gebildet hat. Statt gemeinsam Gemüse anzubauen und zu ernten, wird nun gemeinsam gekocht. Neben unserem Projektleiter Oscar Jessen ist Linda Hartrampf dabei. Es ist nicht das erste Mal, dass Linda in einem Projekt mit Geflüchteten arbeitet. Im Gespräch erzählt die gelernte Erzieherin von ihren Erfahrungen.

Linda, wie kam es dazu, dass du mit Geflüchteten kochst?

In Bremen war ich Projektkoordinatorin zur Freizeitgestaltung in einem Flüchtlingsheim. Dort ist die Idee geboren, gemeinsam als Gruppe zu kochen. Es kamen Ehrenamtliche dazu und es war, wie so oft: In der Küche finden die besten Gespräche statt. Das gemeinsame Kochen und Essen bot Raum für Austausch und Fragen. Es hat viel Spaß gemacht. Nach meinem Umzug nach Hamburg, wollte ich mich auch hier engagieren.

Wie bist du auf STADTGEMÜSE gekommen?

Ich war neu in Hamburg und bin einfach zum Flüchtlingsheim in der HafenCity gefahren, das nicht weit weg von meiner neuen Wohnung liegt. Durch Gespräche bin ich auf das gegenüberliegende Projekt STADTGEMÜSE gekommen. Es passte und gemeinsam sind wir im Herbst das Projekt Kochen angegangen.

Anfangs kamen fast nur Männer. Wie ist das als Frau?

Natürlich war ich auch gespannt, wie das klappt und habe mich gefragt, wie ich das am besten machen soll. Mir war schon klar, dass ich mich irgendwie positionieren muss, wusste aber nicht, wie. Ich war aufgeregt vor dem ersten Abend. Aber ich wurde so herzlich und höflich begrüßt, dass die Aufregung bereits nach zehn Minuten verflogen war.

Jetzt kocht ihr seit rund 4 Monaten. Wie sind deine Erfahrungen?
Oscar mit seiner sensationellen Geburtstagstorte.

Oscar mit seiner sensationellen Geburtstagstorte.

Es macht richtig Spaß. In der Gruppe herrscht eine tolle und herzliche Stimmung. Besonders ist mir das bei Oscars Geburtstag aufgefallen. Sein Geburtstag fiel auf unseren Kochabend und es kamen seine Freunde und Familie und zusammen mit den Bewohnern des Flüchtlingsheims haben wir gefeiert. Die Geflüchteten haben selbst so viele Sorgen, dennoch war es ihnen wichtig, Oscar einen schönen Abend zu bereiten. Es gab eine unsagbar tolle Torte und viele internationale Süßspeisen. Die Stimmung war sensationell!

 

 

Hast du auch mal negative Erfahrungen gemacht?

Bei diesem Projekt bisher noch nicht. In Bremen hatte ich schon die ein oder andere Situation, in denen ich mich unwohl fühlte. Da habe ich mir Rückendeckung geholt. Es gibt in Gruppen immer Menschen, mit denen man besser oder eben schlechter auskommt – unabhängig von ihrer Herkunft. Für alle Begegnungen mit Menschen gilt doch, dass es darauf ankommt, wie man den Leuten begegnet. Ich bemühe mich, auf alle positiv und freundlich zuzugehen. Denn das eigene Verhalten bestimmt, ob man eine Tür öffnet oder schließt.

Was rätst du anderen, die sich auch überlegen, was zu tun?

Einfach machen! Zunächst vielleicht schauen, was in der Nähe ist und sich überlegen, was zu einem passen könnte. Und die eigene Erwartung sollte nicht so hoch sein, das setzt nur unter Druck. Schließlich kommt es erst Mal nur darauf an, in Kontakt zu kommen.

Gute Stimmung an einem Kochabend!

Gute Stimmung an einem Kochabend!

Bei unserem Projekt STADTGEMÜSE sind helfende Hände und Garteninteressierte immer willkommen!

Ab April geht es wieder raus an die Beete. Bis dahin wird  jeden Dienstag von 17.30 bis 20:30 Uhr im benachbarten Hex House gekocht.

Wer sich nicht vor Ort engagieren möchte oder kann, der kann uns in Form einer „Beetpatenschaft“ finanziell unter die Arme greifen. Wer Interesse an einer Beetpatenschaft hat, meldet sich gerne bei unserem STADTGEMÜSE-Projektleiter Oscar Jessen: oscar.jessen[at]posteo.de, Tel. 0172-6144261

Jede Spende hilft. Es geht ganz einfach über https://betterplace.org/p65051.

STADTGEMÜSE befindet sich in der Hafencity direkt gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in der Kirchenpauerstraße. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie uns mit der Buslinie 111, diese hält an der nahe gelegenen Haltestelle „Baakenhöft“ oder mit der U4, hier nehmen Sie die Haltestelle „HafenCity Universität“.

 

Ihre Ansprechpartner bei der Stiftung WAS TUN!
Dr. Andreas Pense, a.pense[at]wastun.net, Tel. 0172-4110399
Lars Warrelmann, l.warrelmann[at]wastun.net, Tel. 0172-4161601

 

Daniela Höpfner

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