Schauspielerin Katrin Ingendoh setzt sich als Beetpatin bei WAS TUN! ein

Interview mit Beetpatin und Schauspielerin Katrin Ingendoh

In den 23 Hochbeeten unseres Projekts STADTGEMÜSE pflanzen und ernten Geflüchtete und Menschen aus ganz Hamburg zusammen Gemüse (Jeden Dienstag 16:30 – 19 Uhr). Der Stadtgarten gegenüber Hamburgs größter Flüchtlingsunterkunft finanziert sich durch Beetpatenschaften. Auch Schauspielerin Katrin Ingendoh ist Beetpatin. Im Gespräch erzählt die Wahlhamburgerin über Berührungsängste und Erfahrungen.

Was kamst du auf die Idee Beetpatin zu werden?

Ich wollte schon lange was tun, Menschen helfen. Ich wusste nur nicht richtig wie. Als ich von dem Projekt STADTGEMÜSE gehört habe, war ich gleich begeistert und wollte mitmachen.

Was hat dich an dem Projekt angesprochen?

Pflanzen, Gärtnern und Nachhaltigkeit sind Themen, für die ich mich generell interessiere. Vor allem wollte ich aber Menschen begegnen. Mit Geflüchteten zu kommunizieren und auf Augenhöhe etwas zusammen zu tun, ist ein super Ansatz.

Du hast nicht nur eine Beetpatenschaft übernommen, sondern bringst dich regelmäßig in das Projekt ein. Wie sieht dein Engagement aus?

Jeden Dienstag ist ein Treffen. Durch meinen Beruf kann ich nicht immer dabei sein, doch wenn ich in Hamburg bin, komme ich dazu. Im Frühjahr und Sommer kümmern wir uns um die Beete und pflanzen und ernten gemeinsam. Jetzt im Winter kochen wir zusammen.

Hattest du am Anfang Berührungsängste?

Anfangs habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie die Geflüchteten und ich ins Gespräch kommen sollen. Nicht nur wegen der sprachlichen Barrieren. Ich wollte auf keinem Fall durch Fragen irgendwem zu Nahe treten. Doch dann war ich überrascht, wie einfach es im Grunde ist, ins Gespräch zu kommen. Auch die Deutschkenntnisse sind viel besser als ich dachte. Heute ist das Miteinander absolut entspannt und die Angst, falsche Fragen zu stellen, hat sich aufgelöst.

Was magst du an deinem Engagement?

Ich bin gern vor Ort und sehe, wie alles wächst. Zum einen die Pflanzen in den Beeten, zum anderen die Gemeinschaft. Anfangs kamen nur Männer, heute sind auch viele Frauen dabei. Wir lachen sehr viel und haben Spaß. Das Strahlen in den Augen zu sehen, gibt mir sehr viel. 

Gab es ein Erlebnis, das einen besonderen Eindruck bei dir hinterlassen hat?

Das Sommerfest! Es sind so viele Gäste gekommen, wir haben miteinander gefeiert und am Abend sogar getanzt. Die Stimmung war toll! Im Hintergrund habe ich die Hamburger Kulisse gesehen, doch ich hatte das Gefühl in einer Parallelwelt zu sein.

Was rätst du anderen, die sich auch überlegen, was zu tun?

Einfach machen und ausprobieren, ob es zu einem passt. Am besten ohne Erwartungen an ein Projekt herangehen. Dann wird man meistens positiv überrascht.

 

Katrin Ingendoh ist deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin. Sie wohnt in Hamburg, wo vor über zehn Jahren ihre Karriere an Hamburger Bühnen anfing. Heute spielt sie an Theatern in ganz Deutschland und der Schweiz sowie in diversen Fernsehfilmen. 2018 wurde sie mit dem Deutschen Comedypreis für die NDR-Staffel „Jennifer – Sehnsucht nach was Besseres“ ausgezeichnet.
Fotocredit: Elbshot

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Unterstützen auch Sie unser integratives Urban Farming-Projekt STADTGEMÜSE

Eine Patenschaft ermöglicht Bewohnern aus der Flüchtlingsunterkunft, ein Hochbeet bei STADTGEMÜSE zu bewirtschaften. Eine Beetpatenschaft gilt für eine Saison und kostet 150€. Damit sind die Materialkosten für ein Hochbeet abgedeckt sowie die Instandhaltung und Bewirtschaftung eines Beetes für eine Saison (April – Oktober). Als gemeinnützige Stiftung stellen wir Ihnen gerne eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung aus.

Mehr Über STADTGEMÜSE lesen Sie hier. Sollten Sie Interesse haben, ebenfalls Beetpate zu werden, melden Sie sich gern bei Projektleiter Oscar Jessen oder bei einem WAS TUN-Ansprechpartner:

Ihre Ansprechpartner

Dr. Andreas Pense, a.pense[at]wastun.net, Tel. 0172-4110399
Lars Warrelmann, l.warrelmann[at]wastun.net, Tel. 0172-4161601
Projektleiter: Oscar Jessen, oscar.jessen[at]posteo.de, Tel. 0172-6144261

So finden Sie uns

Unser Stadtgarten befindet sich direkt gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in der Kirchenpauerstraße im Baakenhafen. Nahegelegene Haltestellen sind die Halltestelle´“Baakenhöft“ der Buslinie 111  oder die Station „HafenCity Universität“ der U4.

 

Daniela Höpfner

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