Stadtgemüse: Ein integratives Farmprojekt

STADTGEMÜSE heißt unsere Initiative für ein besseres Stadtklima im doppelten Wortsinn: Unsere offenen Gemeinschaftsgärten mitten in Hamburg laden Geflüchtete und Nachbarschaften in Hamburgs Vierteln zum gemeinsamen Gärtnern an Hochbeeten ein. Das gemeinsame Tun stärkt  das soziale Miteinander und ermöglicht Integration. Gleichzeitig bewirkt der Gemüseanbau mehr Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise und bietet Lebensräume für Bienen und andere bestäubende Insekten in der Großstadt.

Inmitten der Hafencity, gegenüber einer von  Hamburgs größten Unterkünften  für Geflüchtete, begann im Frühjahr 2018 unsere Idee zu wachsen und zu gedeihen. Über 20 Hochbeete wurden dort gemeinsam gebaut, mit Gemüse bepflanzt, gepflegt und geerntet. Dieser Standort muss nun leider der weiteren Bebauung weichen. Das ist aber nicht das Aus für unser Pilotprojekt, sondern der Auftakt einer hamburgweiten Klimainitiative zum Mitmachen! Mehr dazu

Seit  Februar 2020 sind wir mit STADTGEMÜSE überdies auch in Volksdorf aktiv! Auf dem Gelände der Unterkunft am Waldweg 185 breiten sich die nächsten Hochbeete aus, neue Freundschaften werden geschlossen und aus geteilter Freude wird doppelte Freude.

Hier treffen wir uns jeden Dienstag zwischen 18:00 und 21:00 Uhr.

Wer Lust und Zeit hat, kommt gerne vorbei – wir freuen uns über jede helfende Hand! Unsere Projektleiterin Claudia  ist vor Ort.

Alle sprechen von Nachhaltigkeit, regional angebautem Gemüse und Integration. STADTGEMÜSE vereint diese Punkte: Direkt vor der eigenen Haustür, mitten in der HafenCity, können Sie (?) bei uns mit anderen zusammen Gemüse anbauen. Beim Gärtnern begegnen sich Geflüchtete und langjährige Bewohner Hamburgs auf Augenhöhe.

Beetpatenschaft

Beetpatin Katrin Ingendoh

Eine Patenschaft ermöglicht Bewohnern aus der Flüchtlingsunterkunft, ein Hochbeet bei STADTGEMÜSE zu bewirtschaften.

  • Mit einer Beetpatenschaft über 150 Euro übernehmen Sie die Materialkosten sowie die Instandhaltung und Bewirtschaftung eines Hochbeetes für eine Saison (ca. April bis Oktober).

Warum ein Stadtgarten als integratives Farmprojekt?

Wir können voneinander viel lernen.

Wir können voneinander viel lernen.

Viele Menschen aus Syrien und Afghanistan haben bis zur Flucht ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdient. Mit STADTGEMÜSE wollen wir eine Brücke schlagen und Menschen ermöglichen, ihre Kompetenzen einzubringen und ihr Wissen zu teilen. Durch gemeinsames TUN können wir ein besseres Verständnis füreinander gewinnen und voneinander lernen und profitieren. Unser Pilotprojekt in der HafenCity ist unser erster Standort, doch wir arbeiten bereits an weiteren. Gern unterstützen wir auch Nachahmer, die ebenfalls Lust haben, einen offenen Gemüsegarten zu initiieren.

Erfahrungen aus den ersten Jahren

Seit Projektstart im März 2018 haben wir 23 Hochbeete aufgebaut. Im Pilotjahr haben wir gemeinsam eine Reihe an Experimenten gewagt und eine hohe Bandbreite an Gemüsesorten angebaut. Schrittweise haben wir unsere Pflanzkonzept den gewonnenen Erfahrungen angepasst und dank professioneller Hilfe von Gärtnern optimiert.

Gemeinsames Gärtnern beim WAS TUN-Projekt STADTGEMÜSE

Gemeinsames Gärtnern beim integrativen Farmprojekt STADTGEMÜSE

Gemeinsames Gärtnern beim integrativen Farmprojekt STADTGEMÜSE

Wir möchten das soziale Miteinander vertiefen. Durch das gemeinsame Gärtnern und die regelmäßigen Treffen  entsteht neuer Zusammenhalt unter den STADTGEMÜSE-Aktiven. Für viele Bewohner*innen der Flüchtlingsunterkünfte  werden die Pflege der Beete, die Erfolge beim Ernten und die Gemeinschaft der Gruppe ein wichtiger Teil ihres Alltags.

Das Projekt finanziert sich ausschließlich aus Spenden, u.a. über die Beetpatenschaften.

Aufbau der Hochbeete

  • Die Hochbeete sind au z. B. aus Europaletten zusammengebaut und haben durch die Würfelform eine ideale Größe für uns.
  • Die Hochbeete werden nach einem Schichtenmodell aufgebaut. Wenn die unteren Schichten sich langsam zersetzen, geben sie kontinuierlich Nährstoffe frei, die von den Pflanzen aufgenommen werden können.

Stadtgemüse ein Projekt der WAS TUN-Stiftung

 

Überbrückung im Winter


  • Im Winter, wenn die Hochbeete brachliegen, verbringen wir gemeinsam Zeit mit wöchentlichen Kochaktionen. Wir treffen uns in der Unterkunft oder in anderen Räumlichkeiten. Gemeinsam kochen wir Gerichte aus verschiedenen Ländern und lernen noch mehr über die unterschiedlichen Kulturen – auch deutsche Gerichte und Traditionen stehen auf dem Programm.

 

In den Wintermonaten wird gemeinsam im benachbarten HexHouse gekocht.

In den Wintermonaten wird gemeinsam im benachbarten HexHouse gekocht.

Wir danken von Herzen allen Förderern des Projekts STADTGEMÜSE:

Caritas Stiftung Hamburg e.V.

Flüchtlingshilfe Hafencity e.V.

Hamburger Sparkasse AG

Hinrich Plambeck Baustoff- und Holzhandel GmbH & Co. KG

NKG Hanseatische Natur- und Umweltinitiative e.V.

CVJM Oberalster zu Hamburg e.V.

Freie und Hansestadt Hamburg / Bezirksamt Wandsbek

#moinzukunft – Hamburger Klimafonds

sowie allen Beetpaten, die uns mit ihren Spenden und ihrer Tatkraft direkt vor Ort unterstützen.

Unterstützen auch Sie unser integratives Pilotprojekt STADTGEMÜSE!

Ihre Spende ist herzlich willkommen. Als gemeinnützige Stiftung stellen wir Ihnen gerne eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung aus. Wie Sie STADTGEMÜSE unterstützen können, erfahren Sie hier.

Ihre Ansprechpartner für die Stiftung WAS TUN!

Dr. Andreas Pense, a.pense[at]wastun.net, Tel. 0172-4110399
Lars Warrelmann, l.warrelmann[at]wastun.net, Tel. 0172-4161601