Stadtgemüse: Ein integratives Farmprojekt

Seit März 2018 betreiben wir in der HafenCity einen offenen Gemüsegarten. Im Baakenhafen gegenüber von Hamburgs größter Flüchtlingsunterkunft wird in mittlerweile über 20 Hochbeeten Gemüse angepflanzt. Bewohner des Flüchtlingsheims und Menschen aus ganz Hamburg gärtnern und ernten hier zusammen. STADTGEMÜSE ist ein integratives Farmprojekt, das die nachbarschaftliche Gemeinschaft fördern und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen möchte.

Jeden Dienstag 16:30 bis 19 Uhr

Eigenes Gemüse anbauen – Gutes tun für sich und andere

Alle sprechen von Nachhaltigkeit, regional angebautem Gemüse und Integration. STADTGEMÜSE vereint diese Punkte: Direkt vor der eigenen Haustür, mitten in der HafenCity, können bei uns mit anderen zusammen Gemüse anbauen. Beim Gärtnern begegnen sich Geflüchtete und langjährige Bewohner Hamburgs auf Augenhöhe.

 

Beetpatenschaft

Beetpatin Katrin Ingendoh

Eine Patenschaft ermöglicht Bewohnern aus der Flüchtlingsunterkunft, ein Hochbeet bei STADTGEMÜSE zu bewirtschaften.

  • Eine Beetpatenschaft gilt für eine Saison und kostet 150€. Damit sind die Materialkosten für ein Hochbeet abgedeckt sowie die Instandhaltung und Bewirtschaftung eines Beetes für eine Saison (April – Oktober).
  • Jeder erste Dienstag im Monat ist „Beetpaten-Tag“, an dem gemeinsam gegärtnert wird und andere Aktivitäten stattfinden.

Warum ein Stadtgarten als integratives Farmprojekt?

Wir können voneinander viel lernen.

Wir können voneinander viel lernen.

Viele Menschen aus Syrien und Afghanistan haben bis zur Flucht ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdient. Mit STADTGEMÜSE wollen wir eine Brücke schlagen und Menschen ermöglichen, ihre Kompetenzen einzubringen und ihr Wissen zu teilen. Durch gemeinsames TUN können wir ein besseres Verständnis füreinander gewinnen und voneinander lernen und profitieren. Unser Pilotprojekt in der HafenCity ist unser erster Standort, doch wir arbeiten bereits an weiteren. Gern unterstützen wir auch Nachahmer, die ebenfalls Lust haben, einen offenen Gemüsegarten zu initiieren.

 

Erfahrungen aus dem ersten Jahr

Seit dem Start im März 2018 haben wir 23 Hochbeete aus Europaletten aufgebaut. Im Pilotjahr haben wir gemeinsam eine Reihe an Experimenten gewagt und eine hohe Bandbreite an Gemüsesorten angebaut. Auf Grundlage dieser Erfahrungen setzen wir jetzt im zweiten Jahr ein überarbeitetes Pflanzkonzept um, das mit Hilfe eines Gärtners ausgearbeitet wurde.

Gemeinsames Gärtnern beim WAS TUN-Projekt STADTGEMÜSE

Gemeinsames Gärtnern beim integrativen Farmprojekt STADTGEMÜSE

Auch das soziale Miteinander wollen wir vertiefen. Durch das gemeinsame Gärtnern und die regelmäßigen Treffen hat sich im vergangenen Sommer eine Gruppe aus 15-20 STADTGEMÜSE-Aktiven aus dem Flüchtlingsheim gebildet. Für viele sind die Pflege der Beete, die Erfolge beim Ernten und die Gemeinschaft der Gruppe ein wichtiger Teil ihres Alltags geworden. Die Gruppe wächst stetig. Das Projekt finanziert sich aus Spenden. Dafür vergeben wir Beetpatenschaften.

Aufbau der Hochbeete

  • Die Hochbeete sind aus Europaletten zusammengebaut und haben mit der Würfelform die ideale Größe für uns.
  • Die Hochbeete sind nach einem Schichtenmodell aufgebaut. Wenn die unteren Schichten sich langsam zersetzen, geben sie kontinuierlich Nährstoffe frei, die von den Pflanzen aufgenommen werden können.

Stadtgemüse ein Projekt der WAS TUN-Stiftung

 

Überbrückung im Winter


  • Im Winter, wenn die Hochbeete brachliegen, verbringen wir gemeinsam Zeit mit wöchentlichen Kochaktionen. Wir treffen uns im „HexHouse“, direkt neben unseren Hochbeeten, in der Kirchenpauerstraße 30 in der HafenCity.
  • Gemeinsam kochen wir Gerichte aus verschiedenen Ländern und lernen noch mehr über die unterschiedlichen Kulturen – auch deutsche Gerichte und Traditionen stehen auf dem Programm.
  • Bis zum 26. März 2019 haben wir dienstags gekocht, ab April finden die Treffen wieder draußen statt: Jeden Dienstag 16:30 – 19 Uhr!.

 

In den Wintermonaten wird gemeinsam im benachbarten HexHouse gekocht.

In den Wintermonaten wird gemeinsam im benachbarten HexHouse gekocht.

 

 

Vor Ort bei STADTGEMÜSE

Sie würden gern mitgärtnern oder Sie würden gern neue Nachbarn kennenlernen? Wir freuen uns über alle Interessierten. Kommen Sie gern zu einem unserer Treffen (jeden Dienstag von 16.30 – 19 Uhr), unser Projektleiter Oscar Jessen ist vor Ort.

Projektleiter: Oscar Jessen, oscar.jessen[at]posteo.de, Tel. 0172-6144261

Zum Geburtstaghaben die Geflüchteten Oscar eine phänomenale Torte gemacht.

Zum Geburtstaghaben die Geflüchteten Oscar eine phänomenale Torte gemacht.

STADTGEMÜSE finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

Wir danken von Herzen allen Förderern des Projekts STADTGEMÜSE:

Caritas Stiftung Hamburg e.V.

Flüchtlingshilfe Hafencity e.V.

Hamburger Sparkasse AG

Hinrich Plambeck Baustoff- und Holzhandel GmbH & Co. KG

sowie allen Beetpaten, die uns mit ihren Spenden und ihrer Tatkraft direkt vor Ort unterstützen.

Unterstützen auch Sie unser integratives Pilotprojekt STADTGEMÜSE!

Ihre Spende ist herzlich willkommen. Als gemeinnützige Stiftung stellen wir Ihnen gerne eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung aus. Wie Sie STADTGEMÜSE unterstützen können, erfahren Sie hier.

Ihre Ansprechpartner für die Stiftung WAS TUN!

Dr. Andreas Pense, a.pense[at]wastun.net, Tel. 0172-4110399
Lars Warrelmann, l.warrelmann[at]wastun.net, Tel. 0172-4161601
Projektleiter: Oscar Jessen, oscar.jessen[at]posteo.de, Tel. 0172-6144261

So finden Sie uns

Unser Stadtgarten befindet sich direkt gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in der Kirchenpauerstraße im Baakenhafen. Nahegelegene Haltestellen sind die Halltestelle´“Baakenhöft“ der Buslinie 111  oder die Station „HafenCity Elbbrücken“ der U4.